Was war, was ist und wies weiter geht – 30.05.2016

Wie geht das, mehr als 1’000 000 Mahlzeiten bereit zu stellen, an Orten die oft keine bestehende Infrastuktur haben?

Gemeinsam geht das!
Das Know-How unserer Caterer ist da natürlich unverzichtbar, genauso wie die freiwilligen HelferInnen.
Viele Menschen in Österreich haben uns unterstützt, auf diese Unterstützung ist unser Verein angewiesen.
In Spielfeld (Stmk) wurde die Logistik und Unterbringung unserer Leute und Helfer defacto gänzlich
von der Zivilbevölkerung übernommen.
Letztlich sind die ehrenamtlichen HelferInnen das Rückgrat unserer Organisation.

SPF 10.000 portionen

Da wir vollkommen auf Spenden angewiesen sind, müssen wir alle Ziele die wir uns stecken
auch mit dem erreichen was uns gerade zur Verfügung steht.
Das ist mal mehr und mal weniger. Ausserdem ist es uns sehr wichtig,
dass so viel wie möglich direkt die Menschen erreicht die es brauchen.
Manchmal ist das ziemlich hart, wenn man sieht was das alles kostet – wieviel Geld man für Transporte
und Einweggeschirr ausgegeben hat. Viele dieser Kosten sind nur aus bürokratischen Gründen entstanden,
weil es keine organisatorische Zusammenarbeit gab,
oder das Wetter macht einem einfach einen Strich durch die Rechnung.

Dennoch wurde unglaubliches geschafft, was war ausschlaggebend das es trotzdem funktioniert hat?

Natürlich die HelferInnen. Wie gesagt, TWO ist ein Sinnbild für die Stärke der österreichischen Zivilbevölkerung
und die Bereitschaft der Flüchtlinge mit anzupacken. Wir haben ja nur eine handvoll Leute
die eine kleine Entschädigung erhalten – also zur Zeit gerade mal bis zu 6 Personen, je nach Aufgabenstellung.
Dazu gab es auch Kooperationen, wie zB. in der Hochstraße in Wien,
wo wir eine Notunterkunft der Diakonie und Heilsarmee versorgt haben.
Das hat sehr gut geklappt. Wir hatten auch großartige Unterstützung aus der Schweiz,
wie zB. von Cuisine sans frontières, man kann schon sagen das TWO auch eine europäische Dimension hat,
da schon wirklich viele Kräfte zusammen gewirkt haben die alle gemeinsam ausschlaggebend waren.

cuisine sans frontiers

1’000 000 Portionen – Wieviel ist das eigentlich, was kann man sich darunter Vorstellen?

Kann man nicht 😀
Aber wir wissen – da wir unsere Mengen anhand der verbrauchten Teller berechnen,
dass wir im Frühjahr die 1’000 000 überschritten haben.
In Traiskirchen gibt es allerdings ein „Geschirrmobil“ (einen mobilen Geschirrspüler)
den uns die MA48 freundlicher weise zur Verfügung gestellt hat.
Da brauchen wir zum Glück die Einwegteller nicht mehr. Damit stimmt diese Rechnung auch nicht ganz –
es ist mehr eine Schätzung.
Wir wissen das es mehr sind, aber es ist schwer zu sagen wieviele.
Immerhin haben wir uns aber ausgerechnet, das man von Traiskirchen bis Spielfeld kommt (Straßenweg),
wenn man all diese Teller aneinanderreiht. Das ist doch ein gewaltiges Bild – über 200km Teller!

wagna spenden

Wie sieht die Zukunft von TWO aus?

Die Dinge haben sich geändert. Die Aufmerksamkeit zieht mit den Medien. Daher sind die Spenden auch massiv zurückgegangen.
Das macht es nicht einfacher. Wir hoffen natürlich das wir weiter machen können. An Ideen fehlt es ja nicht.
Wir haben uns stets an der Notwendigkeit orientiert – und es gibt weiterhin viele Herausforderungen.
Eine schon sehr ausgereifte Idee ist >gemeinsames kochen<, mit den Menschen in den Unterkünften,
dafür haben wir bereits ein Konzept entwickelt.
Wir wissen aus den letzten zehn Monaten das das möglich ist – menschlich, nachhaltig und sozial-integrativ zu arbeiten.
Das streben wir als nächsten Schritt an.

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