Einblick

WAS WIR KOCHEN 

Dal – ein Traum aus 1001 Nacht

Dal ist ein Überbegriff für Linseneintöpfe die im orientalischen Raum lange Tradition haben. Magenschonend und nährstoffreich ist diese schmackhafte Eintopfart ein Gedicht aus nahrhaften Grundnahrungsmitteln und bekömmlichen Gewürzen.

Als Basis dienen verschiedene Hülsenfrüchte und pflanzliche Öle – dazu gibt es Reis. Das besondere an Dal sind die Gewürze, beispielsweise Cumin, Koriander und Chili. Bunt und verführerisch geben sie diesem einfachen Gericht hunderte Facetten und Gesichter. Doch das ist noch nicht alles! Besonders bemerkenswert sind die zahlreichen gesundheitlichen Vorteile die diese günstige Art zu Kochen bietet:

Hülsenfrüchte: die Ernährungswissenschaft empfiehlt Bohnen und Linsen aufgrund ihrer vielfältigen gesundheitsfördernden Wirkungsweisen. Abgesehen von dem hohen Ballaststoffgehalt, der gut für den Darm ist und für lange Sättigungsphasen sorgt sind sie auch eine hervorragende Quelle für pflanzliches Eiweiß. Auch die österreichische Gesundheitspolitik befürwortet den Konsum von Hülsenfrüchten – so formuliert in den lebensmittelbasierten Empfehlung der Österreichischen Ernährungspyramide des Bundesministerium für Gesundheit!

Ergänzt wird das protein- und ballaststoffreiche Gericht, entsprechend den Nährstoffempfehlungen für den deutschsprachigen Raum, durch die Beigabe von Pflanzenölen und sättigenden Reis. Erwähnenswert dabei sind die physiologisch günstigen ungesättigten Fettsäuren des Öls und die ebenfalls empfehlenswerten komplexen Kohlenhydrate in Form von Reisstärke. Auch dem Verhältnis der Hauptnährstoffe zueinander ist Rechnung getragen – 15% Eiweiß, maximal 30% Fett und der Rest Kohlenhydrate – mit einem Dal geht das wie von selbst.

Das Beste kommt zum Schluss – die mehr oder weniger exotischen Gewürze, das frische Gemüse und deren Inhaltsstoffe
geben dem Dal nicht nur Aroma und Farbe sondern auch gesundheitlichen Zusatznutzen:

  • Kurkuma enthält Curcumin. Dieser besondere Stoff wirkt entzündungshemmend. Er schützt vor leichten Magen-Darm-Entzündungen – soviel ist sicher. Möglicherweise wirkt er sich auch positiv bei Krebserkrankungen und -prävention aus, das muss die Wissenschaft allerdings noch beweisen.
  • Zwiebeln liefern unterschiedliche Vitamine und Mineralstoffe wie z.B. Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C, Kalium und Selen. Außerdem enthalten sie viele ätherische Öle und schwefelige Verbindungen (Sulfide), die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen.
  • Ingwer schmeckt leicht anregend scharf, mehr oder weniger zitrusartig und mild holzig. Dafür ist das ätherische Öl verantwortlich dessen Hauptkomponenten Sesquiterpene (Zingiberen) sind. Unter den Scharfstoffen finden sich Zingeron und Gingerole. Besonders wichtig in der kalten Jahreszeit: Ingwer wird als ein wärmendes Gewürz empfunden.
  • Knoblauch enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe. Diese haben ihm den Ruf als Heilmittel verliehen. Neben den Mineralstoffen Kalzium, Magnesium, Kalium enthält er nennenswerte Mengen an Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C sowie Vitamin K. Auch er enthält, wie die Zwiebel, ätherische Öle.
    Die wichtigste dieser schwefeligen Verbindungen ist das Allicin, das gegen Bakterien und Pilze wirken kann. Des Weiteren kann es u.a. erhöhte Blutfette senken und sich positiv auf die Blutgerinnung auswirken.
  • Koriander findet seit der Zeit des antiken Ägypten auch Verwendung in der Pflanzenheilkunde. Als Droge werden die getrockneten Früchte verwendet. Die ätherischen Öle wirken appetitanregend, verdauungsfördernd, krampflösend und lindernd bei Magen- und Darmleiden. Dementsprechend ist Koriander in vielen Medikamenten gegen Magen- und Darmstörungen enthalten.
  • Kreuzkümmel ist wie unser allseits bekannter Kümmel verdauungsfördernd, ohne mit diesem verwandt zu sein.
    (Tatsächlich ist er mit mit der Petersilie verwandt) Die Wirkung geht auch hier auf das enthaltenen ätherische Öl zurück. (Cuminaldehyd)  
  • Der Bockshornklee ist eines der vielseitigsten Gewächse, die der Pflanzenheilkunde bekannt sind. Ursprünglich stammt die Pflanze aus einem Gebiet nahe dem Mittelmeer. Mittlerweile findet die Pflanze vor allem im asiatischen Raum Anwendung. 
    In der westlichen Schulmedizin wird dem Bockshornklee lediglich eine positive Wirkung gegen Appetitlosigkeit und Hautentzündungen offiziell zugesprochen, diese ist auch wissenschaftlich belegt. Glaubt man den zahlreichen Erfahrungsberichten zu anderen Anwendungsgebieten, dann dürfte Bockshornklee als Heilpflanze noch weit größeres Potenzial besitzen, beispielsweise die Regulierung des Blutzucker- oder Cholesterinspiegels. 
    Wohl kaum eine andere Pflanze weist derartig viele verschiedene Inhaltsstoffe wie der Bockshornklee auf.
  • Kardamom ist mitunter einer der vielen Gewürze dem das Dal seine hohe Verträglichkeit verdankt.
    Er wirkt Verdauungsfördernd, regt die Galle an und ist dieser Wirkung wegen, oftmals auch Bestandteil von Präperaten gegen Magenbeschwerden.